Bericht Zeichen für das Leben - Tischa be-Aw 5b59b86ace2e2_krotzenburg01.jpgVor der Synagoge Großkrotzenburg

Der Egalitäre Minjan begeht den Trauertag um die Tempelzerstörung in verwaisten hessischen Landsynagogen

An Tischa be-Aw wird traditionell der Zerstörung des Tempels in Jerusalem sowie weiterer Katastrophen für das jüdische Volk gedacht. Der Egalitäre Minjan nimmt diesen Trauertag jedoch zum Anlass, nicht nur der Zerstörung zu gedenken, sondern auch ein Zeichen für das Leben und den Wiederaufbau zu setzen. In der Vergangenheit hatte er bereits einen Tischa be-Aw in der Landsynagoge Heubach bei Fulda begangen. 
In diesem Jahr setzte er das Zeichen für wiederentstehendes jüdisches Leben in zwei kleinen Landsynagogen in der Nähe von Hanau. Am 22. Juli fuhr eine Gruppe von etwa 20 Mitgliedern zunächst zur ehemaligen Synagoge Klein-Krotzenburg (http://www.hlz.hessen.de/index.php?id=95). Dort leiteten Rabbinerin Elisa Klapheck und Chasan Daniel Kempin den für die Synagoge ersten Gottesdienst seit 80 Jahren. Damals wurde in der Pogromnacht das Innere der Synagoge verwüstet.
Im Anschluss an den Gottesdienst überreichte der Minjan dem Arbeitskreis Ehemalige Synagoge Klein-Krotzenburg Gebetbücher mit Brandspuren. Diese waren von einer kroatischen Familie auf einem Dachboden im nahe gelegenen Langenselbold gefunden und einem Mitglied des Minjans gegeben worden. Recherchen ergaben, dass der damalige Schochet des Ortes in diesem Haus gewohnt hatte. (Er lebte...

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Aus dem Filmarchiv des Egalitären MinjanVon Massel und Schlamassel. Der Sänger Daniel Kempin - ARD 21.04.2011