Bericht Seder mit viel Diskussionsstoff
Von Daniel Krasa

Ma Nischtana HaLaila HaSeh Mikol HaLeilot?

„Was ist an dieser Nacht anders, als an allen anderen Nächten?“ Dieses traditionelle Credo des Sederabends war auch die Frage, die unsere Mitglieder und Freunde des Egalitären Minjans an Pessach bewegte. Denn anders ist definitiv vieles in einer liberalen Synagoge in Deutschland, mehr als 70 Jahre nach dem Ende der Shoah – und das nicht nur an Pessach.
Traditionell feiern wir den ersten und den zweiten Seder in unseren Räumen im großen Kreis. Geleitet wurde der erste Seder von unserer Rabbinerin Prof. Dr. Elisa Klapheck und der zweite von unserem Chasan Daniel Kempin. An beiden Abenden beschritten jeweils gut 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, unterschiedlichster Herkunft, die locker vier Generationen umspannten, die einzelnen Abschnitte des Seders. Wein, Traubensaft und die obligaten „Zutaten“ Karpas, Maror, Chaseret, Charosset, Beza, Sroa und die Mazzot fehlten natürlich nicht, sie boten die leibliche Unterstützung für den geistigen Austausch.
Pessach ist – vielleicht noch mehr als jedes andere Fest im jüdischen Kalender – ein Fest, an dem das Geistige im Vordergrund stehen soll. Es erinnert uns an den Auszug aus Ägypten, an die Befreiung aus der Sklaverei und an die Wunder Gottes, die vollbracht wurden, um unser Volk zu erretten. Doch an Pessach sollen wir eben auch...

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Aus dem Filmarchiv des Egalitären MinjanPortrait Rabbinerin Elisa Klapheck (BR)