Willkommen beim
Egalitären Minjan
Der Egalitäre Minjan ist eine Synagogengemeinschaft der liberalen Juden in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main.
„Minjan“ bedeutet zehn gezählte Personen – in der jüdischen Tradition ist das die Mindestzahl für eine Gemeinde. „Egalitär“ bedeutet, dass Männer und Frauen gleichberechtigt gezählt werden.

2007 erhielt der Egalitäre Minjan von der Jüdischen Gemeinde eine eigene Synagoge im Gebäude der Westendsynagoge. Hier hält er jeden Schabbat im Wechsel von Freitagabend und Samstagmorgen mit Rabbinerin Dr. Elisa Klapheck und Chasan Daniel Kempin Gottesdienste und Schiurim. Darüber hinaus bietet er ein weit gefächertes Programm von Feiern an den Festtagen bis hin zu religiös-kulturellen, philosophischen und gesellschaftspolitischen Lern- und Diskussionsveranstaltungen zu jüdischen Themen.

Der Minjan ist der Einheitsgemeinde verpflichtet. Er ist Teil des vom Gemeindevorstand unterstützten „Frankfurter Modells“. Dieses baut auf einem pluralistischen Verständnis der Einheitsgemeinde, bei dem sowohl orthodoxe als auch liberale Juden unter einem Dach zu Hause sind. Eine Folge hiervon ist, dass der Egalitäre Minjan auf keine der großen Strömungen (progressives Judentum, Masorti, Rekonstruktionismus) festgelegt ist, sondern seinen Platz in der Einheitsgemeinde zusammen mit anders eingestellten Juden sieht. Darin nimmt er eine Vorreiterstellung im liberaljüdischen Leben Deutschlands ein.

Diese Website bietet Informationen über die Struktur und Aktivitäten des Egalitären Minjan in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main.

Kontakt: info@minjan-ffm.de
Ankündigungen & Pressemitteilungen Fr 16. August/ 16. Aw 18:30 Uhr Schiur Rabbinerin Elisa Klapheck, Die Bedeutung des Schabbat im Talmud
19:15 Uhr Kabbalat Schabbat
20:00 Uhr Kiddusch (Milchig - um Beiträge wird gebeten)

Parascha „Wa’etchanan“ – Schabbat Nachamu
Tora: 5. BM 3:23 - 7:11
Haftara: Jesaja 40:1 - 40:26
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Walter Oswalt, sichrono livracha Wir trauern um Walter Oswalt (9.12.1959 – 23.7.2018), langjähriges und prägendes Mitglied des Egalitären Minjan. Er gehörte zur ersten Generation der Grünen-Abgeordneten im Römer. Am 23. Juli 2018 starb er nach langer Krankheit. Es folgen ein Nachruf von Micha Brumlik in der taz sowie die Reden von Rabbinerin Elisa Klapheck und Kantor Daniel Kempin bei der Trauerfeier im Egalitären Minjan am 5.... Lesen Sie mehr >>
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Bericht Mein ganz persönlicher Torabschnitt Im Egalitären Minjan werden alle zwei Wochen vor dem Kabbalat Schabbat Schiurim auf Deutsch zur Paraschat Haschawua gehalten - und dies sehr häufig von unseren Mitgliedern

von Daniel Krasa

Geht es Ihnen auch so? Jedes Jahr aufs Neue lese ich die Paraschijot Haschawua, also die einzelnen Abschnitte der Fünf Bücher Mose und doch kommt es mir oft so vor, als würde ich Texte lesen, die mir bis dato gänzlich unbekannt waren. Mag es daran liegen, dass jeder Abschnitt so viel Gehalt hat, dass es ganz normal ist, dass mein Geist sich – je nach meiner aktuellen Lage – gerade auf einen Bereich einlenkt und deshalb vor allem diesen Inhalt besonders wahrnimmt? Oder werde ich einfach älter?

Selbst wer grundlegend die Tora und ihre Inhalte kennt, der wird doch immer wieder eines Neuen belehrt, wenn er oder sie sich tiefer mit einer Parascha befasst und diese einmal für sich alleine und dann im Zusammenhang mit der gesamten Tora betrachtet. Die textgetreue Analyse – ob auf Hebräisch, auf Deutsch oder parallel in beiden Sprachen – erlaubt es wirklich in die Tiefe einzudringen und das Torastudium auch einmal als Meditation, als persönliche Suche nach dem Sinn des Wortes, seiner Aussage und den Bezug auf sich selbst zu verstehen. Theoretisch kann man in jeder Parascha unzählige Punkte ganz individuell herausarbeiten, sei es weil sie einen gerade in diesem Moment...

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Aus dem Filmarchiv des Egalitären MinjanVon Massel und Schlamassel. Der Sänger Daniel Kempin - ARD 21.04.2011